Die Rolle der Kinder bei der elterlichen Trennung

Bei einer elterlichen Trennung können Kinder mit verschiedenen emotionalen Situationen konfrontiert werden. Hier sind einige gängige Muster, die die möglichen emotionalen Auswirkungen auf das Kind verdeutlichen.

Das Mittlerkind: in dieser Rolle wird das Kind zum Kommunikationskanal zwischen den Eltern, ist den Spannungen ausgesetzt, wenn es Informationen weitergibt, was zu einem geteilten Loyalitätsgefühl führen kann. Es wird empfohlen, dass die Eltern direkt miteinander kommunizieren, um das Kind nicht in eine unangenehme Position zu bringen.

Das Beobachterkind: das Kind wird oft über sein Leben mit dem anderen Elternteil befragt, fühlt sich wie ein Spion und verrät damit diesen Elternteil. Es ist besser, dass die Eltern ihr eigenes Leben führen, ohne das Kind nach intimen Details zu befragen.

Das Finanzkind: bewusst über finanzielle Streitigkeiten zwischen den Eltern, fühlt sich das Kind manchmal gezwungen, Partei zu ergreifen. Es ist wichtig, dem Kind zu ermöglichen, sein eigenes Leben zu führen, ohne sich um finanzielle Fragen kümmern zu müssen, die es nichts angehen.

Das Trösterkind: in dieser Rolle übernimmt das Kind die Aufgabe, seine Eltern in ihrer emotionalen Not zu trösten, was seine eigene Entwicklung beeinträchtigen kann. Die Erwachsenen müssen darauf achten, die Rollen nicht zu verwechseln und die Handlungen des Kindes anzuerkennen, während sie es ermutigen, seine Rolle als Kind wieder einzunehmen.

Das Versöhnungsträumerkind: auch lange nach der Trennung kann das Kind heimlich hoffen, dass seine Eltern sich versöhnen, was zu Gefühlen von Angst, Fantasie oder Schuldgefühlen führen kann. Die Eltern sollten transparent über die Trennungssituation sein und dem Kind versichern, dass es nicht für die Situation verantwortlich ist.