Nach einer Scheidung kommt es leider oft vor, dass der Unterhaltszahler nicht zahlt, was er schuldet. Etwa jeder fünfte Unterhaltszahler zahlt nicht oder nur teilweise oder verspätet. In solchen Fällen kann der Unterhaltsberechtigte sich an den Unterhaltsinkassodienst seines Kantons wenden, um zukünftige Zahlungen zu sichern.

Jeder Kanton hat seinen eigenen Inkassodienst, mit unterschiedlichen Namen:

Die Verfahren variieren manchmal von Kanton zu Kanton, aber seit Januar 2022 wurde der Zugang zu den Inkassodiensten vereinheitlicht, um eine gleichberechtigte Behandlung sicherzustellen.

Diese Dienste bieten finanzielle und administrative Hilfe, indem sie den Gläubigern die geschuldeten Beträge im Voraus auszahlen und diese dann bei den Schuldnern einziehen. Die Vorschüsse müssen in der Regel nicht zurückgezahlt werden, auch wenn die vollständige Beitreibung fehlschlägt.

Die Hilfe ist für Unterhaltszahlungen für minderjährige Kinder kostenlos, aber einige Kantone können geringe Verwaltungskosten für Unterhaltszahlungen zwischen Erwachsenen erheben, wenn der Gläubiger über ausreichende Mittel verfügt.

Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Dienst eine monatliche Obergrenze für Vorschüsse hat, die unter den vereinbarten Beträgen für die Unterhaltszahlungen liegen kann. Darüber hinaus ist ein gerichtlicher Unterhaltstitel erforderlich, oder es muss sich an die Sozialhilfe gewandt werden, wenn kein Titel vorliegt.

Wenn Ihre AHV- oder IV-Rente nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu decken, haben Sie Anspruch auf Ergänzungsleistungen, um Ihr Einkommen aufzustocken. Diese Leistungen werden nur als letztes Mittel gewährt, wenn alle anderen Einkommensquellen erschöpft sind.

Es ist wichtig zu beachten, dass Sie sich selbst anmelden und Ihr Recht auf diese Leistungen geltend machen müssen.

Wenn eine Trennung oder Scheidung eintritt, können viele Menschen, Männer und Frauen, sich gezwungen sehen, nach einer Zeit als Hausmann oder Hausfrau wieder ins Berufsleben einzusteigen. In solchen dringenden Situationen ist es wichtig zu wissen, dass Arbeitslosengeld für diejenigen verfügbar sein kann, die es benötigen.

Um Anspruch auf diese Leistungen zu haben, ist es erforderlich, persönlich mindestens 20 % arbeiten zu können, aufgrund des eigenen Gesundheitszustands, und bereit zu sein, eine angemessene Arbeit anzunehmen.

Das Arbeitslosenversicherungssystem basiert auf der Anzahl der gearbeiteten Tage. In diesem Rahmen können maximal 90 Tagessätze gewährt werden, was etwa vier Monaten Leistungen entspricht.

Es ist entscheidend, dieses Recht so schnell wie möglich geltend zu machen. Zum Beispiel sollte, wenn Sie getrennt von Ihrem Partner leben, die Trennung des gemeinsamen Haushalts nicht länger als ein Jahr zurückliegen, um die Leistungen erhalten zu können. Es wird empfohlen, sich schnellstmöglich bei der regionalen Arbeitsvermittlung (ORP) Ihrer Region anzumelden. Die spezialisierten Berater können Ihnen detaillierte Informationen geben und Sie bei den erforderlichen Schritten unterstützen.